Reviews about Radio Cornwall
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Pandora's Box

GOTHIC 72

 

"Prinzipiell sind sie eh über jeden Zweifel erhaben, denn viel zu lange ziehen THE HOUSE OF USHER schon ihr ureigenes Ding durch, unabhängig vom Zeitgeist, von kurzfristigen Trends, von vermeintlichen Modeerscheinungen. (...)Dass die Mannen um Frontmann Jörg Kleudgen (...) aber noch lange nicht zum alten Eisen gehören, die sich auf ihren eingeheimsten Lorbeeren ausruhen, belegt der brandneue Longplayer "Pandora's Box" mehr als eindrucksvoll. Ich kann mich an kein THE HOUSE OF USHER Album erinnern, bei dem die Goth Rock-Dinos so songorientiert gearbeitet haben. Jedes Stück ist für sich genommen ein wunderbares Kleinod, aber erst als Gesamtpaket, mit dem geschmackvollen Artwork und der (...) zugehörigen Kurzgeschichte im Booklet (...) entfaltet "Pandora's Box" seine 360-Grad-Wirkung. Musikalisch scheinen THE HOUSE OF USHER ebenfalls eine Frischzellenkur durchlaufen zu haben: man könnte fast meinen, dass das Quintett einige ihrer eigenen Lieblingsacts würdevoll zitieren(...). Ganz besonders hervozuheben ist jedoch "Speak by Tongue", ein nach vorne preschendes Gothic Rock-Brett, welches man in solcher Form schon lange nicht mehr von THE HOUSE OF USHER vernommen hat. (...) In diesem Sinne meine herzlichsten Glückwünsche an Jörg, Ralf, Axel Tom und Georg zur Geburt ihres neuesten Babys. You guys did a great, great Job!"

Thomas Thyssen

Wertung: sehr gut


 

ZILLO 07-08/2011

 

Soundcheck-O-Töne:

Die Old-School-Goth-Rocker auf Poes nebligen Pfaden wissen immer noch mit düster-melancholischen Ohrwürmern zu erfreuen, die kein wenig angestaubt oder verbraucht wirken.

Peter Sailer

Wertung: 8/10


Die Gothrock-Waver lassen eine merklich moderne Brise durch ihr Klangkleid wehen; so luftig, locker und atmosphärisch glitzernd hat man die Jungs bislang nicht gehört. Gelungen!
Breda Maßmann

Wertung: 7/10


THE HOUSE OF USHER leben den Goth-Rock! Ihre Songs haben sie dabei nicht nur mit Melancholie und Düsternis, sondern stellenweise auch mit beschwingter Frische versehen.
Lea Sommerhäuser

Wertung: 6/10


Wer Ushers Haus betritt, bekommt, was er erwartet: eine mit erfahrenen Händen, Herzen und Hirnen erbaute Gothic-Rock/Wave-Symbiose. Hier wird die erste Silbe des Wortes "Songwriting" noch gewürdigt.
Dominik Winter

Wertung: 7/10


Gesamtnote: 6,6/10; 4. Platz im Soundcheck


CD-Rezension:

"Auch abseits des inspirierenden Konzepts (...) ist "Pandora's Box" ein empfehlenswertes Album für all jene, die Musik mit Tiefe schätzen. Zwar hat sich die Band nicht neu erfunden; die Zutaten der Songs kenn man von vergangenen THE HOUSE OF USHER-Tonträgern, doch irgendwie wirkt die Formation dieser Tage noch etwas reifer, zwingender und überzeugender. (...) Vor allem Songs wie "Not Your Friend", "Love without Grace" oder "Speak by Tongue" bestechen durch schöne, eingängige Melodien, doch letzten Endes bewegen sich alle Stücke auf ähnlich hohem Niveau und sind eher als Ganzes zu sehen. (...)"
Sascha Blach


 

SONIC SEDUCER 07-08/2011

 

"(...)Dass die Wurzeln von THE HOUSE OF USHER ganz klar in den 80ern liegen, ist weiterhin unbestreitbar, aber "Pandora's Box" ist sehr facettenreich ausgefallen. "Coming Home" ist für den Clubeinsatz prädestiniert, so eingängig, ja fast schon poppig klang die Band selten und mit "Finders Keepers" legen sie in puncto Tanzbarkeit gleich noch nach. Wunderschön und außergewöhnlich ist "Where I belong", bei dem Bianca Stücker von The Violet Tribe singt und dem Song durch ihre feenhafte, aber dennoch ausdrucksstarke Stimme eine Prise Mephisto Waltz verleiht. (...) Wie von THE HOUSE OF USHER gewohnt, liegt auch diesem Album eine Kurzgeschichte von Jörg Kleudgen bei, dei sozusagen den konzeptionellen Zusammenhang zwischen den einzelnen Songs herstellt, Ein grandioses Album!"

Karin Hoog


 

ELECTROZINE.NET

 

"Wenn für die Gäste des Hauses Usher Pandora´s Büchse geöffnet wird, erwarten diese ein recht düsteres Gebräu kredenzt zu bekommen. Doch wie es so ist, in den alten Sagen: man sollte immer auf überraschende Wendungen gefasst sein. Denn nicht wenige der aktuellen Songs beinhalten relaxt groovende Drums, mit eher lichten Keyboard-Melodien und duftend kuschelweichen New Wave-Gitarren. Nur die Texte und deren Vortrag durch Jörg Kleudgen wandern nach wie vor stetig im Tal des dunklen Timbre. Mir läuft das Ganze sehr schmackhaft runter, denn das Bouquet bleibt schwer und ist typisch für die Band. Dazu sind die Kompositionen wesentlich fruchtiger als auf dem Vorgänger „Angst“, der mich nicht so vollständig berauschte wie dieses Werk. (...)"

Spider


 

REFLECTIONSOFDARKNESS.COM

 

"(...) ‘Saturn Rising’ is a superb opener. Of course it’s atmospheric, its lyrics are well written and the song captivates from the start, the sound is beautifully thick and at times pleasantly heavy. Love the frantic screamed rhetoric that gives the closing part a manic and intense feel. The next, ‘Not Your Friend’, opens with a heavy piano but soon breaks into a catchy song, soon find yourself your body moving with it, a dance-puller. Things slow down with the next ‘Consecration’, a slower tempo track, more interesting on lyrical and vocal than musical front. ‘Coming Home’ is layered, strong, with a lot going for it, and even more so, one of the best songs here for me. ‘How Far Can We Go’ is darker, and has this oriental timbre to it before it enters into another rhythmic, hook-laden song, that will pull you in, mind, body and soul! There are few weak songs, in my opinion ‘Love without Grace’ and ‘Where I Belong’ let the album down; they steer into slightly tedious [read clichéd] territory. But the rest of the album goes right back on track, get into the dynamic, atmospheric and darker, catchy shades and dig deep under your skin by their memorable nature. ‘Speak by Tongue’ being the favourite of the later part of the album for me, mostly for its guitars being the outstanding component here; terrific hook again. ‘Finders Keepers’ sounds as reaching out back to the golden era of BAUHAUS or SIOUXSIE AND THE BANSHEES. Overall, this is a brilliant album, a definitely great addition to your collection; it won’t disappoint you on the whole and enthuse by its many wonderful and well-composed songs. Petra Whiteley "

Petra Whiteley

Music: 9.5

Sound: 10

Total: 9.75/10


 

PEEK A BOO MAGAZINE (Belgium)

 

"(...) This German gothband is back with a new album titled "Pandora's Box". In many cases most albums with names as such would be kicked out off the office immediately, but in their case it just feels like you're embracing some old friend : a gothfriend! They learned from the past that a classic goth album begins better with an opener that blows you away and that's what "Saturn Rising" does. This is the kind of goth we adore, where you're swallowed in some melancholic atmosphere ruled by guitars and a memorable chorus! On this album it feels like you have a record that can be described as goth seen through different eyes, as songs like "As Evening Draws On" or "Speak By Tongue" have that typical Fields Of The Nephilim atmosphere. "Coming Home" might be a bit too mellow for our taste but as soon as we hear the Xymox-like guitars in "Not Your Friend" we know that "Pandora's Box" is one of the strongest goth albums you'll get to hear this year!"

Didier Becu


 

ANGST

SONIC SEDUCER März 2009

 

"Mit den Jahren wird es zunehmend schwieriger, sich beim Befassen mit der Werkschau von THE HOUSE OF USHER nicht zu wiederholen. Es gibt nicht mehr viele Wegbegleiter der Goth-Rock-Formation, die schon vor oder zumindest auch seit den frühesten 90er Jahren so konsequent ihren Weg gehen (…)" "Die nunmehr siebte Scheibe "Angst", an der das Quintett sehr lange werkelte, beginnt ein völlig neues Kapitel in der Usher'schen Bandhistorie. Nicht so wavig-verspielt wie "Radio Cornwall", auch nicht so durchgehend nach vorne treibend, sondern eher introspektiv verwurzelt, ohne dabei eine gelungene Melange aus Melancholie und Druck aus Mid- und Uptempo, aus Angst und Zuversicht zu vergessen. (…) Es ist schön, daß es Euch immer noch gibt, Jungs."

Thomas Thyssen


 

ZILLO März 2009

 

"Reif, ohne Schnörkel und unnötige Überfrachtungen, liefern besonders die Gitarrenriffs und Basslinien so den Stoff zum Träumen. Im Gegensatz zu manch anderer Formation mit diesem musikalischen Schwerpunkt werden auf "Angst" jedoch sämtliche Spinnweben hinweggewischt, und Song für Song zeigt sich, daß die Schnittmenge der FIELDS, SISTERS und MISSIONS dieser Welt nicht immer nur wie ein billiger Abklatsch klingen muß (…)"

Peter Heymann


 

ORKUS März 2009

 

"Jörg Kleudgen und seinen Musikerkollegen ist es auf "Angst" tatsächlich gelungen, dese typische, schwer zu beschreibende Mischung aus Schwermut und Leichtigkeit, aus Verlorenheit und Versöhnung mit diesem Zustand einzufangen und in Lieder zu kleiden. "Angst" ist andererseits kein leicht zu fassendes Album. Während ein großer Teil der Stücke bereits beim ersten Hören gefällt, zeigen andere Kompositionen ("I Wanna Know", "Down Below") zunächst einmal ihre Ecken und Kanten, garantieren so aber auch, daß das Album nicht Gefahr läuft, zu gefällig zu werden."

Axel Schön


 

GOTHIC 63 Frühjahrsausgabe 2009

 

"Gut vier Jahre später erscheint nun der langersehnte Nachfolger "Angst", der sämtlichen elektronischen Schnickschnack in den Hintergrund und die Wave- und Gothic-Rockwurzeln der Band ins Zentrum von zwölf hochmelodiösen Songs rückt. "Angst" ist auch, wie man es von THE HOUSE OF USHER bereits kennt, ein durchdachtes Gesamtkunstwerk, das Optik, Literatur und Musik in einen spannenden Zusammenhang stellt und zahlreiche Interpretationsansätze auf subjektiver wie gesellschaftskritischer Ebene erlaubt."

Daniela Turß


 

Terrorverlag Portal März 2009

 

"Wie üblich garantiert bereits ein Blick in das typischerweise dick ausfallende Booklet erste Freudenmomente, da dort seit jeher keine Songtexte zu finden sind, sondern je eine dem Grundthema des Albums angepasste Kurzgeschichte von Sänger Jörg Kleudgen. (…) Der Sound ist modern und doch unverkennbar THE HOUSE OF USHER, was unter anderem auch an der sehr charakteristischen, warmen Stimme von Jörg Kleudgen liegen mag. Nachdem man mit "Radio Cornwall" etwas poppigere Pfade betreten hatte, kehrt man hier zu der THOU-typischen Melange aus Wave- und Gothic Rock zurück. Musikalisch deckt man eine große Bandbreite ab, die von melancholischen Hymnen wie "For My Vengeance" hinzu träumerisch-nachdenklichen, aber durchweg ehrlichen Nummern wie "Down Below" und Kleinoden wie "I Wanna Know" reicht. Hier und dort wird man wie schon früher angenehm an Bands wie The Chameleons erinnert, ohne jedoch in Plagiatverdacht zu geraten. (…) Das Album will erlebt werden. Allein dieses Gefühl macht die Platte definitiv zu einer der besten Wave/ Gothic Rock-Platten der letzten Zeit."

Gnark


 

Darkheartmagazin.de März 2009

 

"Großartige Alben brauchen großartige Bands! Dies ist auch bei dem neuesten Album von The House Of Usher der Fall. Die Gothicrocker gehören mittlerweile zu den Urgesteinen der Szene und haben mit ihren bisherigen Veröffentlichungen Geschichte geschrieben. Dies wird auch mit dem neuen Album "Angst" geschehen, mit dem The House Of Usher ihr bislang siebtes Werk veröffentlichen. (…) The House Of Usher gelingt mit "Angst", an die großen Wave und Rockalben der 80er Jahre anzuknüpfen und sie klingen dennoch dabei immer unverwechselbar nach sich selbst. Sänger Jörg Kleudgen ist dabei der gesangliche Mittelpunkt, der in der Rolle eines modernen Protagonisten Geschichten über Liebe, Glaube, Tod und Hoffnung in düster melancholisch poppigem Gewand erzählt.


 

Amboss Mag

 

Darauf scheint man sich verlassen zu können: Alle paar Jahre veröffentlichen THE HOUSE OF USHER eine neue CD, die traditionellen Gothic Rock bester Qualität bietet. Und so ist es der Band auf ihrer aktuellen Scheibe "Angst" einmal mehr gelungen, bewährte Elemente des Gothic-Rock-Universums zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Trotz aller löblichen Traditionspflege schafft es die Gruppe erfreulicherweise auch auf ihrem neuen Output, eine eigene Identität zu entfalten. Wobei dies wieder einmal insbesondere an dem unverkennbaren Gesang Jörg Kleudgens liegt.(...)Während beim Gesang die betörende Schlichtheit auffällt, ist bei der Gitarrenarbeit eine bemerkenswerte Vielgestaltigkeit erkennbar.(...)Doch nicht nur das Gitarrenspiel beeindruckt durch seine Vielfalt. Auch der Aufbau der Songs gestaltet sich recht unterschiedlich.(...)Unterm Strich ist die Scheibe zweifelsohne ein heißer Tipp für alle Fans des traditionellen Gothic Rock. Die CD präsentiert sich durchgängig sehr hörenswert, und mitunter hat sie auch ihre ganz großen Momente.


 



When our Idols fall

ORKUS Dez 07/Jan 08

 

Einen Opener wie er im Buche steht, präsentieren THE HOUSE OF USHER auf ihrem aktuellen Release "When Our Idols Fall". Dunkel verwobene Sounds, die tief ins Mark greifen, beschwören die Herren um Jörg Bartscher-Kleudgen hier mit der Coverversion von PINK FLOYDs "Set The Controls For The Heart Of The Sun", das von ihnen für eine Hörbuchserie aufgenommen wurde. Dabei beweisen THE HOUSE OF USHER, daß sie auch in experimentierfreudigen Gewässern navigieren können, jenseits eingefahrener Wege, und trotzdem den Kurs halten. Immer mit der großen Goth Rock-Flagge am Mast, besitzt die Kopplung alles, was das dunkle Rockherz höher schlagen läßt. Und da es sich um eine Quasi-"Best Of" handelt, wird mit alten und neueren Hits nicht gegeizt, meist jedoch in nicht ganz so bekannten Fassungen. Eigentlich müßte man die komplette Tracklist aufzählen, wollte man spezifische Empfehlungen abgeben. Jüngeren Kalibers natürlich "The Floor She Walked Upon" und "Radio Cornwall" gleich neben früheren Stücken wie "Morphine" und "Succubus". Persönlich muß ich jedoch unbedingt noch "What Remains" erwähnen, eine zeitlos schöne Nummer, der auch aus gutem Grund der Titel entlehnt ist. Nicht nur damit demonstrieren THE HOUSE OF USHER, wie gut eingängige Songs mit viel Herz und Tiefgang klingen können. Insgesamt 80 Minuten haben die Künstler zusammengetragen, teil ungewöhnliche und rare, teils unveröffentlichte Stücke - so der '99er-Track "Stealing Tears From Lover's Eyes". Fans werden hier sowieso zuschlagen. Und wer bis dato bloß den Namen gelesen hat und guten Goth Rock schätzt, sollte die Chance nutzen. Solch eine spannende Retrospektive einer Band gibt es selten. Dabei geht das Werk in der Zeit zurück, beginnt beim Opener aus dem Jahre 2007 und endet mit "Evillive" von 1991. Und auch wenn ich weiß, daß die Scheibe einen festen Platz im CD-Regal neben all den anderen Veröffentlichungen aus dem Hause Usher haben wird, weiß ich genauso, daß sie dort nicht lange bleiben, sondern bald wieder in meinem CD-Player rotieren wird. (9)"

Silvio Wolff


 

SONIC SEDUCER Dez 07/Jan 08

 

THE HOUSE OF USHER sind nicht nur eine der am längsten bestehenden deutschen Gotic Rockbands, sondern auch gleichzeitig eine der Combos, die sich schon immer um alle Arten von Vertriebswegen gekümmert haben. Daß nun mit "When Our Idols Fall (the rare & the obscure)" eine Compilation für den russischen Markt erscheint, ist nicht weiter verwunderlich. Tatsächlich beinhaltet die wie immer bis ins letzte Detail schön gestaltete CD durchgehend gutes bis grandioses Material. Gerade die letzten Vinylveröffentlichungen, die die THE HOUSE OF USHER-Herren mit Kollegen wie IKON, FALLEN APART und THE ESCAPE aufgenommen haben, zeigten die Urgesteine wieder von ihrer Schokoladenseite. Die besten dieser Tracks, angereichert mit weiteren Schätzchen aus den THOU-Archiven plus zwei brandneue Stücke, "Stealing Tears From Lover's Eyes" und das PINK FLOYD-Cover "Set The Controls For The Heart Of The Sun", bilden das Gerüst von "When Our Idols Fall". Fans der Band werden eh ungehört zugreifen, alleine schon, um die Sammlung zu komplettieren. Aber auch Neueinsteiger werden an "When Our Idols Fall" ihre Freude haben, wird doch die komplette Soundpalette der sympathischen Goth-Dinos abgedeckt. Wenn es so etwas wie True Goth geben würde, dann wären THE HOUSE OF USHER vorne an der Speerspitze mit dabei."

Thomas Thyssen


 

ZILLO Dez 07/Jan 08

 

Der Untertitel "The Rare & The Obscure" macht recht schnell deutlich, daß es sich bei dieser Zusammenstellung nicht um eine herkömmliche Sammlung der größten Band-Kracher handelt, sondern daß man vielmehr den Besonderheiten von THE HOUSE OF USHER Tribut zollen möchte. So gestaltet sich der Rundling als eine gleitende Reise in die Vergangenheit der Formation, beginnend anno 2007 mit dem äußerst stimmigen PINK FLOYD-Cover "Set The Controls For The Heart Of The Sun" bis zurück zu "Evillive" ins Jahr 1991. Konzentriert hat man sich vor allem auf 7"-Single-Auskopplungen, Besonderheiten und sogar bisher unveröffentlichtes Liedgut, so daß diese Scheibe vor allem für die langjährigen Fans ein Schmankerl sein dürfte. Überraschend ist allerdings, daß die vierzehn Stücke aus unterschiedlichen Schaffensphasen allesamt wie aus einem einzigen, düsteren Guß erklingen, wodurch auch Neulinge einen tollen Einstieg in den melancholisch-wavigen Düsterrock-Kosmos der deutschen Gruppe finden können. Schwermütige Melodien verbinden sich mit sphärischen Gitarrenteppichen und Jörgs eindrucksvoller, dunkler Stimme, um schon im nächsten Moment vom Schlagzeug mit Druck beseelt zu werden und sich in pochende Energie zu verwandeln, die angenehm nach Retro klingt.

Peter Sailer


 



Radio Cornwall

Black Magazin Nr. 42

 

Vier Jahre Arbeit, fünfzehn Jahre Bandgeschichte, das sechste Album. Das sind Eckdaten, die jeden THE HOUSE OF USHER-Fan jubilieren lassen, denn endlich ist es da, das neue Album.
Bombastische 12 Tracks und (nur auf der auf 1000 Stück limitierten Erstauflage im luxuriösen Digipak beiliegenden Extra-CD mit 5 Bonus-Tracks, diese mit hervorragender musikalischer Unterstützung von VIOLET) öffnen die Pforten in das Gothic-Rock-Universum der fünf sympathischen Herren (an dieser Stelle ein Gruß an Ralf und Axel!).
Eine dicht gewobene Atmosphäre, schlüssig komponiert, professionell eingespielt und noch überzeugender als die vorherigen Alben, das sind die Stichworte, an denen man nicht vorbei kommt. Altmeister Poe wäre sicher nicht böse, daß diese jungen Herren sich einst ihren Bandnamen bei ihm entliehen haben, kreieren sie doch mit ihrer Musik eine einzigartige Welt, die mal melancholisch-düster, mal druckvoll-treibend daherkommt und ein stetiges Qualitätslevel aufrechterhält, wie man es heutzutage leider nur noch von wenigen Bands geboten bekommt.
Man merkt beim Zuhören einfach, wieviel Herzblut in jedem einzelnen Riff, jedem einzelnen Wort steckt. Kritik zu üben, fällt schwer, „Radio Cornwall“ reißt einfach mit. Man mag kaum glauben, daß diese Musik nicht doch von der Insel kommt… Lediglich das immer noch etwas seltsam anmutende und streckenweise auftretende „Froschimhals-Timbre“ wirkt überzogen und unnötig, da die Stimme des Sängers Jörg Kleudgen sich auch ohne diese Extravaganz in das harmonische Gesamtbild einfügt.

THOU gehören zur Speerspitze des deutschen Gothic-Rocks und sorgen dafür, daß dieser nicht ausstirbt, seiner Linie treu bleibt und sich trotzdem weiterentwickelt. „Radio Cornwall“ ist ein neuer Meilenstein und wird noch viel von sich reden machen. 9 von 10 möglichen Punkten, kaufen! (F.S.)


 

Orkus 12/05

 

In Sachen Veröffentlichung sah es nach dem 2001er Inferno/l’enfer bei The House Of Usher eher mau aus, und insgesamt deuteten zwischendurch die Zeichen sogar auf Bandauflösung hin. Aber irgendwie wurde schon 2003 alles wieder gut, und nach zwei Singles jeweils im Frühjahr 2004 und 2005 erscheint nun mit Radio Cornwall endlich wieder ein reguläres Album. Nach wie vor zelebriert das Quintett mit Frontmann Jörg Kleudgen (der mit seiner Art des Gesangs auch etwas an The Smiths erinnert) klassischen, melodiösen Gothic Rock und Gitarrenwave mit viel Melancholie und Atmosphäre, ohne dass dies überladen oder altbacken anmutet. Der dosierte Einsatz elektronischer Klangelemente zeigt, dass die deutsche Gothic-Formation auch mit neueren Einflüssen umzugehen versteht, sich aber diesen mitnichten anbiedern muss, um hörenswerte Songs abzuliefern. Die Musik auf Radio Cornwall fließt, scheint den Hörer anfangs nur zu begleiten und trägt ihn doch unmerklich fort in die Gedanken- und Klangwelt der Band. Positiv fällt auch der zusätzliche Gesang in manchen Trakcs auf. Einige wenige leicht holprige Stellen oder Rhythmenwechsel lassen noch Steigerungen für folgende Releases zu, schmälern jedoch insgesamt den guten Eindruck, den man von der Platte bekommt, nicht. Schöne, zeitlos wirkende Musik für alle Anhänger der ursprünglichen Klänge unserer Szene ist Radio Cornwall also, und natürlich ebenso für jene, die sich vielleicht anhand neuer Kompositionen dafür interessieren. Anzufügen ist noch, dass die limitierte Digipak-Erstauflage eine Bonus-CD mit fünf Stücken von The House Of Usher aus den Jahren 1993 bis 2005 enthält, die gemeinsam mit der Mittelalter-Formation Violet eingespielt wurden. Ob einem diese Kombination gefällt, ist wohl individuelle Geschmackssache. (8,5)
Axel Schön


 

Sonic Seducer 12/05 Soundcheck (Platz 6, Schnitt 6,83 )

 

Thomas Vogel: (7,5) Ich bin überrascht. Sehr gelungene Gothic-Rock Strukturen, wie immer in ein schönes und stimmiges Gesamtbild eingebettet und gottlob mit einer guten Produktion versehen!

Thomas Clausen: (7) Bleibt alles anders beim role model einer waschechten Undergroundband: Seit gut zehn Jahren tun die Gothic-Rocker um Lyriker Jörg Kleudgen nun schon pflichtbewusst ihren Dienst an der Szene, ohne den großen Durchbruch bisher geschafft zu haben. Einen Orden haben die Funker von Radio Cornwall trotzdem verdient!

Annemarie Boehnisch: (8,5) Gothrockiges Album, das einige herzige Nummernenthält, super zum Anhören im heimischen Grau-in-grau respektive Schwarz-in-schwarz.

MaSi Krings: (6,5) Guter Sound, wunderbar arrangiert - aber mit der Stimme werde ich nicht warm. Dafür aber sehr einfallsreiche Mittelalter-Remixe auf der Bonus-CD. Nette Idee.

Thomas Pilgrim: (6) Heavy Rotation bei „Radio Cornwall“ bedeutet spräde-dichten Gitarren-Wave traditioneller Bauart. Diverse Pathos-Ausrutscher muss man zwar verknusen, dafür sind allerdings auch wirklich prächtige Songs wie „A Dead Man’s Hand“ dabei.

Jörn Karstedt: (7) Was auch immer der BBC-Sender in Cornwall zum Klang des neuen Albums der Gothic-Institution beigetragen haben mag - so nervtötend wie Eins Live kann er unmöglich sein, denn dann wäre es nicht so gut.

Thomas Abresche: (7) Sind wie In the Nursery scheinbar schon ewig dabei, nicht ganz so outputfreudig, liefern aber regelmäßig tadellose Werke ab, die sich nicht übermäßig voneienander unterscheiden, aber auf angenehmste Weise an alte Goth-Tage gemahnen.

Pee Wee Vignold: (6) Faszinierend … ein Album das so klingt, wie ein einstündiges Gespräch mit jemandem, dessen Name und Funktion einem partout nicht einfallen wollen.

Medusa: (6) Na, mal ehrlich. Über den Tellerrand musiziert hier niemand - da behält man artig den eigenen Sound bei. Beinahe besser gefällt mir da die Bonus-CD mit altem Material im Mittelalter-Gewand.


 

Sonic Seducer 12/05

 

Den ewigen Nörglern werden The House Of Usher mit dem neuen Album „Radio Cornwall“ wohl ein für alle mal das Mundwerk stopfen. Keine Low Budget-Produktionsvorwürfe, keine Ewiggestrigen-Kritik, im Gegenteil: The House Of Usher sind im 21. Jahrhundert angekommen und bestehen diese Reifeprüfung tadellos. So wurde zwar der elektronische Anteil innerhalb der Songs ausgebaut, dies jedoch nicht auf Kosten der schönen Goth-Rock-Elemente, die immer noch das solide Fundament des Quintetts bilden. Vielmehr erscheint es so, als ob durch die Zunahme von mehr Synths, dem Gesamtsound ein Schuss new Wave-Feeling verabreicht wurde. Nicht zuletzt dadurch erarbeiten sich The House Of Usher auf diesem Weg eine absolute Ausnahmestellung innerhalb der deutschen Gothic Rock-Szenerie, da es wirklich keinen Act gibt, der auch nur annähernd so klingt wie die rheinische Formation. Besondere Highlights des Albums sind das grandiose „Dead Man’s Hand“, das bereits von der Split-Single mit Ikon bekannte „The Floor She Walked Upon“ und der tolle Opener „Wherever The Storm May Drop Us Down“. Wie es sich für The House Of Usher gehört, hat Frontmann Jörg Bartscher-Kleudgen erneut eine Kurzgeschichte zum Album verfasst, die sich im wundervoll gestalteten Booklet wieder findet. Den ersten 1000 Exemplaren von „Radio Cornwall“ liegt übrigens eine Bonus-CD bei, auf der die Band zusammen mit der befreundeten Formation Violet alte und neue The House Of Usher-Songs in ein akustisches, hier und da fast schon mittelalterliches Gewand kleidet. Tolle Platte. Ihre beste bisher.
Thomas Thyssen


 

Zillo 12/05 Soundcheck (Platz 2, Schnitt 6,7)

 

Marc Urban: (6) Seit 15 Jahren eine verlässliche Adresse, wennes um Gothic-Rock geht. Auch dieses Mal wurde nicht gepfuscht.

Dirk Hoffmann: (7) Durchweg stimmiger Goth-Rock alter Schule mit herrlich dunklem Gesang und ausgefeilten Arrangements.

Dominik Winter: (7) Im positiven Sinne griffiger Gothic Rock der alten Schule. Jörg und Mannschaft können’s noch immer, das ist der Beweis.

Christian Purwien: (6() Auf dem Speiseplan steht heute authentischer Wave auf Gitarrenteppich mit melancholischem Gesang. Wer sich hier geschmacksmäßig angesprochen fühlt, wird bestimmt noch ein Dessert bestellen.

Meike Spanner: (7) Gothic-Rock auf hohem Niveau, gewohnt unkonventionell und nicht auf Massenkompatibilität fixiert, ein sich Song für Song entwicklendes Album mit Extra-Pluspunkten für den Gesang.

Breda Maßmann: (7) Das Gothic-Rock-Urgestein aus hiesigen Gefilden weiß, wie man gute Tracks mit ansprechenden Melodien schreibt. Nur mit den Vocals werde ich mich wohl nie richtig anfreunden können.

Sascha Blach: (5) Gothic/Wave der alten Schule. Cool kommen die schwebenden Gitarrenteppiche. Geschmackssache sind hingegen der eigenwillige Gesang und die antiquierte Produktion.

Michael Schäfer: (7) Auch nach fünfzehn Jahren immer noch schön anzuhören. Klassisch - zeitlos - gut.

Zorro Zabel: (8) Schön düstere, nachdenkliche Gothic Rock-Platte mit intelligenten Texten. Zum Teil mit wundervollen Melodien. Was zum Träumen.

Jan Deckard: (7) Egal, ob man das nun Gothic oder Wave nennt. Die Musik geht dahin, wo sie hingehört: ins Herz.


 

Zillo 12/05

 

Dem Quartett The House Of Usher ist es auf ihrem sechsten Album „Radio Cornwall“ erneut gelungen, dem traditionellen Gothic-Rock eine individuelle Note zu verleihen, welche den Genre-Geist verströmt und ohne große externe Modifikationen aus sich selbst heraus wächst. Gesunder Traditionalismus, fernab von Dogmatismus und Ewiggestrigem, gepaart mit nahezu zeitlos anmutender Frische. „Radio Cornwall“ sendet auf bester Gothic-Rock-Frequenz, besteht sein Programm aus verträumt-melancholischen Stücken ebenso wie aus tanzflächentauglichen Gothic-Rock-Fegern. Kerniger Gesang, der die Sprache des Gothic-Rock spricht, ohne sein Timbre zwangsläufig auf bekannte Kellergeister- oder Szenegrößen-Intonation zu trimmen. Zauberhafte Melodien, die zum Träumen und Verweilen einladen, ein Gefühl der Weite assoziieren, zu hymnischer Größe anwachsen und die raue Landschaft, die The House Of Usher in Südengland als Kreativzelle einsogen, beinah lebhaft atmen. Gediegene Gothic-Rock-Ästhetik, die ihre Kraft aus einer respektvollen Erbverwaltung und verantwortungsbewussten Stil-Progression zieht. Als besonderes Schmankerl liegt der limitierten Erstauflage eine Bonus-CD bei, in der The House Of Usher in Kooperation mit dem Mittelalter-Ensemble Violet bei fünf Tracks aus der Bandhistorie einen vielversprechenden Crossover aus Gothic-Rock und Mittelalter eingegangen sind.
F.R.


 

Darkheart Internet-Magazin

 

Die Rückkehr einer Kultband! Nach mehr als 4 Jahren veröffentlichen die Gothicrocker von The House Of Usher ihr bislang sechstes Album "Radio Cornwall", das man ohne Zweifel als ihr bisher bestes bezeichnen darf. Viel ist in diesen vier Jahren in der Bandhistorie passiert, als wichtiges ist sicher der Weggang von Martin Kroetz zu erwähnen, der Sound der Band früher maßgeblich mitgeprägt hat. The House Of Usher können auf Radio Cornwall diesen Verlust jedoch mühelos kompensieren und präsentieren sich weitaus druckvoller und rockiger als noch auf ihrem letzten Longplayer Inferno. Mit großer Intensität und viel Gefühl schaffen es The House Of Usher Songs zu produzieren, die das Prädikat zeitlos und gut verdienen. Dabei hört man The House Of Usher durchaus ihre Wurzeln an, die unverkennbar im Gothicrock liegen. Doch keineswegs ist diese Band nur retroorientiert! "Radio Cornwall" klingt modern und frisch und bietet soundtechnisch einige Überraschungen. Dies gilt auch für Sänger Jörg Kleudgen, dessen Stimme und Gesang die absolut notwendige Zutat der atmosphärischen Dichte dieses genialen Gothicalbums ist. Zudem finden sich auf diesem Album einige Songs, die durchaus das Zeug dazu haben, Hits zu werden. Allen voran der Titelsong "Radio Cornwall", dessen Refrain einen wahren Ohrwurmcharakter hat (tagelang vor mich hinsummend ging mir selber die Melodie des Songs erst nach längerer Zeit wieder abhanden). Ein weitere solcher potentieller Hit ist "The Floor She Walked Upon". "Radio Cornwall" ist das bisher beste Album von The House Of Usher und man sollte mehr als nur ein Ohr für dieses Werk riskieren. Fans sei die limited Edition empfohlen, die eine Bonus-CD enthält auf der sich weitere rare Songs der Band befinden (u.a. das gesuchte The Man With The Dead Eyes). Anspieltips: Radio Cornwall, The Floor She Walked Upon. Fazit: Genial! Album des Monats Oktober!


 

ETOILE Magazin 12/05

 

Frischer als je zuvor klingt der neue Longplayer des deutschen Gothic-Rock-Urgesteins, The House of Usher. "Radio Cornwall" enthält zwar immer noch die typischen und lieb gewonnenen Soundkomponenten der Band, die sich aus düsterer Atmosphäre, filigraner Gitarrenarbeit im Stil der alten Sisters oder Fields sowie der charakteristischen, an Joy-Division-Sänger Ian Curtis erinnernden, Stimme von Jörg Kleudgen zusammensetzt, nimmt aber das schwere Pathos, das die Vorgänger-Alben prägte, deutlich zugunsten luftiger Melodien und treibender Rhythmus- und Gitarrenarbeit zurück. Das Ergebnis klingt dann auch mehr nach Chameleons und Bolshoi als nach Fields of the Nephilim, und steht der Band gut zu Gesicht. Im fünfzehnten Jahr ihres Bestehens klingen THOU frischer als je zuvor, und "Radio Cornwall" ist ein im besten Sinne altmodisches und handgemachtes Goth-Wave-Rock-Album, das wie ein dringend notwendiger Befreiungsschlag im Angesicht der überproduzierten Bombast-Kitsch-Machwerke, welche die Szene derzeit dominieren, wirkt. Für Fans dunkler Gitarrenmusik eine absolute Kaufempfehlung, denn Alben wie dieses gibt es heute leider eher selten!
Martin Kasprzak